Ambulant betreutes Wohnen Wernigerode für Menschen mit Suchtproblematik
Allgemeine Information
Unser ambulant betreutes Wohnen für Suchtkranke in Wernigerode bietet eine gute Hilfe auf dem Weg in ein selbstständiges Leben. Das Konzept basiert auf der aktiven Mitarbeit unserer Bewohnerinnen und Bewohner bei der Erreichung der gemeinsam vereinbarten Ziele.
Unterstützung im Alltag, ein eigenes Zimmer in einer Wohngemeinschaft von Gleichgesinnten, Ansprechpartner die ihnen in vielen Belangen Unterstützung und Begleitung geben können – so haben schon viele den Absprung geschafft, den sie sich selbst vielleicht nicht zugetraut hätten. Danach begleiten wir Sie auch gern in ihrer eigenen Wohnung weiter.
Das ambulant betreute Wohnen in Wernigerode bietet aktuell 29 Plätze in Wohngruppen an und 11 Plätze in der eigenen Häuslichkeit. Die Wohnungen befinden sich im Stadtgebiet von Wernigerode. In der Regel leben die Bewohner in 3er oder 4er Wohngemeinschaften zusammen und jeder hat einen eigenen abgeschlossenen Wohnbereich. Küche und Bad werden gemeinschaftlich genutzt. Die Begleitung in der eigenen Häuslichkeit setzt eigenen Wohnraum voraus, das bedeutet auch, dass der Bewohner in der Lage sein muss, eine eigene Wohnung und einen eigenen Haushalt zu bewirtschaften.
Die Begleitung und Assistenz in beiden Bereichen wird durch eine Bezugsbetreuung abgesichert.
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Zielgruppe und Ziele
Das ambulant betreute Wohnen richtet sich an Menschen,
- die auf Hilfestellung bei der individuellen Basisversorgung angewiesen sind,
- mit der Bewältigung des Alltags Schwierigkeiten haben und
- deren vorrangiges Ziel es ist ein suchtmittelfreies Leben zu führen.
Eine wichtige Bedingung für die Aufnahme ist die Abstinenzfähigkeit.
Ziel des ambulant betreuten Wohnens ist es, den zu begleitenden Personen zu ermöglichen, dass sie trotz der krankheitsbedingten Einschränkungen ihr Leben in vertrauter Umgebung führen und ein möglichst hohes Maß an Lebensqualität gewinnen können. Auf diese Weise kann die noch bestehende soziale Integration gefördert werden, einschließlich der Unterstützung bei der Vermittlung in Schule, Ausbildung und Beruf.
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Leistungen und Angebote
Menschen, die sich für das ambulant betreute Wohnen entscheiden, bieten wir außerhalb stationärer Einrichtungen Hilfe und Unterstützung in ihrem Bestreben, ihre alltäglichen Lebensangelegenheiten zu meistern und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Die konkreten Leistungen des ambulant betreuten Wohnens umfassen Information, Beratung, Motivation, Planung, Unterstützung, Begleitung, Assistenz, Förderung sowie die Erschließung von Hilfen im Umfeld.
Selbstsorge/ Selbstversorgung im Wohnbereich bezüglich:
- Selbständige Sicherung von Grundbedürfnissen, der Ernährung und der Körperpflege
- Hilfen bei der Sicherung des Lebensunterhaltes
- des Umgangs mit Geld, Ämter und Behörden, Verträgen
- der Vermittlung bzw. der Erhaltung der Wohnung
- der Wohnraumreinigung und -gestaltung
- der Mobilität
- der körperlichen Aktivitäten
- des Tages- und Nachtrhythmus
- der Inanspruchnahme psychiatrischer Hilfen
- der Inanspruchnahme medizinischer Hilfen
- der Inanspruchnahme sozialer Dienstleistungen und Rechte
Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Stärkung der sozialen Kompetenz/der psychosozialen Stabilisierung durch:
- regelmäßige Einzel- und Gruppengespräche / Hausplenum
- Beratung und Unterstützung bei lebenspraktischen Problemen
- Kriseninterventionen
- Förderung der Aufnahme und Gestaltung sozialer Beziehungen (im engeren Wohn- und Lebensbereich, in der Partnerschaft, in sonstigen familiären Beziehungen, im Bereich der Außenkontakte, im Ausbildungs-, Beschäftigungs- und Arbeitsbereich)
- Hilfen bei der Freizeitgestaltung
- die Erweiterung und Förderung des Selbstvertrauens und der Handlungsfähigkeiten
- die Stärkung der Eigenverantwortung
- die Erarbeitung von realistischen Lebensperspektiven
- die Entwicklung eines Krankheitsverständnisses und die Förderung eines adäquaten Umgangs mit der Sucht und/oder der psychischen Erkrankung
- die Unterstützung bei dem Bestreben ein abstinentes, selbstbestimmtes und eigenständiges Leben zu führen
- die Förderung von Realitätsbewusstsein
- die Unterstützung beim Erkennen und Lösen von Konflikten sowie bei Entscheidungsfindungsprozessen
- die Stärkung des Abgrenzungspotentials bzw. Förderung der Ich-Stärke
- die Erhöhung der Frustrationstoleranz
Arbeit/ Tagesgestaltung bezüglich:
- der Suche und Vorbereitung der Aufnahme einer Beschäftigung/Arbeit/Ausbildung/ Schule
- der Erfüllung der Anforderungen im Bereich Beschäftigung/Arbeit/Ausbildung einschließlich Belastungserprobung/Arbeitstraining
- Hilfen bei Problemen am Arbeitsplatz
- der Gestaltung frei verfügbarer Zeit und der Wahrnehmung persönlicher Interessen und Hobbies
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Aufnahme
Voraussetzung für die Aufnahme in das ambulant betreute Wohnen ist die Absicht zur abstinenten Lebensführung, das Kostenanerkenntnis des zuständigen Sozialhilfeträgers und die Anerkennung des Betreuungsvertrages. Anträge sind an das örtliche Sozialamt des Herkunftslandkreises zu richten.
Aufnahmeeinschränkungen: Die Wohngemeinschaften sind für Rollstuhlfahrer nicht geeignet.



