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Tagesstätte

Allgemeine Information

Die Tagesstätte für seelisch Behinderte Menschen infolge Sucht bietet als teilstationäres Angebot Hilfen für 19 Frauen und Männer. Sie befindet sich auf dem
Gelände der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle in der Degenerstraße 8 in Wernigerode.

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Zielgruppe und Ziele

In der Tagesstätte werden Menschen mit wesentlichen seelischen und seelischen mehrfachen Behinderung infolge Sucht nach §§ 53, 54 SGB XII Eingliederungshilfe begleitet, bei denen je nach ihren individuellen Beeinträchtigungen ein Hilfebedarf in den Bereichen der individuellen Basisversorgung, Haushaltsführung, individuellen Lebensgestaltung, Kommunikation und Freizeit, psychosozialen und medizinischen Begleitung sowie Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft besteht.

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Angebote

1. Lebenspraktische Anleitung
Die Klienten besuchen die Tagesstätte von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr. Unter Anleitung der Mitarbeiter/-innen erledigen sie alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, gemeinsames Kochen des Mittagessens, die Einnahme der Mahlzeiten, Hausarbeiten, und Gartenarbeiten. Die Klienten lernen, ihre Zeit sinnvoll einzuteilen und sich auch selbst zu beschäftigen. Weiterhin erhalten sie Hilfe zur Erlangung von mehr Selbständigkeit im Umgang mit Institutionen und Behörden und auch im Umgang mit dem eigenen Geld. Der Umgang mit modernen Medien (PC- Arbeit) wird ebenso angeboten.

2.  Arbeit und Beschäftigung
Im Bereich Arbeit und Beschäftigung können sich die Klienten mit handwerklichen und gestalterischen Arbeiten in Einzel- oder Gruppenarbeit selbst erfahren und in Kommunikation zu Anderen treten. Durch die Arbeit mit Farben, Formen und verschiedenen Werkmaterialien erfahren die Klienten neue oder verloren gegangene Kompetenzen. Sie können Zugang zu Gefühlen und Wünschen sowie Mut zu neuen Schritten bekommen, Spannungen abbauen und der Angst vor Misserfolg entgegenwirken. Zur Verbesserung der Selbstwahrnehmung werden bei der Arbeit ausgelöste Gefühle und Handlungen besprochen. Besonders bei Gruppenarbeiten können durch die Krankheit bedingte Beeinträchtigungen im sozialen Bereich, wie z. B. Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen und die Angst davor verbessert werden.

Patienten mit Suchtkrankheiten erleben oft eine Beeinträchtigung ihrer Arbeitsleistung und haben Schwierigkeiten, wieder in das Arbeitsleben einzusteigen. Durch das Beschäftigungsangebot werden die Klienten wieder auf die Anforderungen leistungsorientierter Tätigkeiten vorbereitet und ihr Selbstvertrauen wieder gestärkt. Gefördert werden insbesondere die Belastbarkeit und Konzentration, die Anpassungs- und Ausdauerfähigkeit, die Gewöhnung an feste Zeitstrukturen, das Erfassen von komplexen Arbeitsvorschriften und die Teamfähigkeit.

Wir haben für diesen Bereich eine Holzwerkstatt zur Verfügung, eine Gestaltwerkstatt, eine Metallwerkstatt sowie den Gartenbereich mit Gewächshaus.
Außerdem gibt es im Haus eine Trainingsküche, wo Fragen zur gesunden Ernährung besprochen und das Kochen verschiedener Speisen täglich erlernt und geübt werden kann.
Ein Mal wöchentlich besteht für die Klienten die Möglichkeit die Waschküche zu nutzen um auch dort vorhandene Fertigkeiten zu erproben oder wieder neu zu erlernen.
 
3. Freizeit
Eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten hilft, wieder Freude am Leben zu gewinnen und das Leben in der Tagesstätte abwechslungsreich und interessant zu gestalten. Gemeinsame Ausflüge zu Fuß (z. B. in das nahe gelegene Christianental), Exkursionen, Busfahrten, Sportspiele, Kegeln und Museumsbesuche gehören ebenfalls zum Angebot der Tagesstätte.
So bieten wir vielfältige Anregungen zur Entwicklung eines möglichen Freizeitverhaltens.

4. Gruppenarbeit und psychosoziale Hilfen
Eine wichtige Zielstellung der Hilfen besteht darin, mit der Suchterkrankung richtig umzugehen, Einsicht in die Erkrankung zu erlangen und die Auswirkungen der vorhandenen Behinderungen erfolgreich zu meistern. Dazu erhalten die Klienten bei Bedarf Hilfen zur Überwindung von Störungen der Emotionalität, bei der Bewältigung von Problemen mit sich selbst und anderen Menschen.
Dafür werden u. a. angeboten: Selbstsicherheitstrainings, Entspannungstraining sowie verschiedene Seminare und Bildungsangebote.

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Aufnahme

Voraussetzung für die Aufnahme ist die Absicht zur abstinenten Lebensführung, das Kostenanerkenntnis des zuständigen Sozialhilfeträgers und die Anerkennung des Betreuungsvertrages. Anträge sind an das örtliche Sozialamt des Herkunftslandkreises zu richten. Der Antragsteller muss eine Rente beziehen, oder die Rente befindet sich im Antragsverfahren.

Kontakt
Tagesstätte Wernigerode
im Suchtmedizinischen Zentrum
Degenerstraße 8
38855 Wernigerode

Telefon
03943 / 26 16 60

Fax
03943 / 26 16 77

tagesstaette-wernigerode@diako-harz.de