Wohnheim „Heiligenstock“
Allgemeine Information
Das Wohnheim „Gut Heiligenstock“ ist eine Einrichtung für Menschen mit einer andauernden seelischen Behinderung infolge Sucht, die auf absehbare Zeit oder auf Dauer nicht mehr in der Lage sind, ihren Alltag selbständig zu gestalten.
Auf einem Höhenzug im Harz malerisch zwischen Elbingerode und Rübeland gelegen, bieten wir für 24 Männer und Frauen ab 18 Jahren eine auf Dauer angelegte individuelle und empathische Betreuung an. Die Aufenthaltsdauer beträgt
mindestens ein Jahr, ist nicht zeitlich begrenzt und ist freiwillig. Die Einzelzimmer befinden sich auf 2 Etagen im Wohnhaus und werden in 4 Wohngruppen mit jeweils eigener Wohnküche und Bad- und WC-Räumen unterteilt.
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Zielgruppe und Ziele
Aufgenommen werden chronisch suchtabhängige Frauen und Männer, die bei langjähriger Abhängigkeitserkrankung Schädigungen erworben haben, teilweise oder erheblich in ihrer eigenen Lebensführung eingeschränkt und nicht mehr entsprechend sozial eingebettet sind. Ziele der Einrichtung und ihrer Hilfen sind die körperliche, psychische und soziale Stabilisierung, um die Eingliederung in ein suchtmittelfreies Leben zu ermöglichen. Vor allem die Aktivierung und Entwicklung der Selbstverantwortung und der persönlichen Selbsthilfekräfte stehen bei uns im Vordergrund. Von großer Bedeutung ist der Aufbau sozialer und die Wiederherstellung verloren gegangener familiärer Kontakte. Die Betroffenen sollen trotz und mit ihrer Behinderung die Integration in die Gesellschaft und in das soziale Umfeld finden.
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Leistungen und Angebote
Neben Gruppen- und Einzelgesprächen, interessanten Beschäftigungsangeboten (u. a. auch in der Landwirtschaft) und einer umfangreichen Freizeitgestaltung, können wir
suchtkranke abstinente Bewohner (auch mit einer Diabetes-Erkrankung und allgemeinen Sozialproblemen) kompetent beraten und betreuen. Den Bewohnern stehen neben dem Mitarbeiter im Sozialdienst, in ihren Wohngruppen jeweils zwei Mitarbeiter als individuelle Ansprechpartner zur Verfügung. Weitere Angebote und
Leistungen sind: Soziale und medizinische Betreuung, Sucht- und Diabetesberatung, Schuldnerberatung, Entwicklung von Hilfen zur Selbsthilfe, Hilfen beim Umgang mit Geld, Einkaufshilfen und -organisation sowie Ergotherapie.
Angeschlossen an das Wohnheim ist seit 2007 ein sozialer Erwerbsbetrieb, der suchtkranken Menschen die Möglichkeit bietet, im landwirtschaftlichen Bereich einen Arbeitsplatz zu finden.
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Aufnahme
Voraussetzung zur Aufnahme ist die Absicht zur abstinenten Lebensführung, das Kostenanerkenntnis des örtlichen Sozialhilfeträgers und die Anerkennung des Heimvertrages. Anträge sind an das örtliche Sozialamt des Herkunftslandkreises zu richten. Aufnahmeeinschränkungen: es können keine akut psychisch Erkrankten, keine ausgeprägten Desorientierungen bzw. Bewerber mit einer Pflegestufe oder Rollstuhlfahrer aufgenommen werden.



