Mit einem Tag der offenen Tür hat das Ärztehaus Oberharz in Elbingerode am Freitag, den 8. Mai sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen und mit Ärzten, Therapeutinnen und Partnern des Hauses ins Gespräch zu kommen.
„Vor 20 Jahren standen wir hier zur Eröffnung auf dem Hof“, erinnerte Martin Montowski, Geschäftsführer des Ärztehauses beim Jubiläum. Damals hätten Landrat Dr. Michael Ermrich und Amtsärztin Dr. Heike Christiansen dem Projekt einen guten Start gewünscht. Gemeinsam mit dem Ärztehaus des Harzklinikums gehörte die Einrichtung damals zu den ersten Ärztehäusern dieser Art in Sachsen-Anhalt, die direkt an einem Krankenhaus gegründet wurden.
Von Beginn an stand ein klares Ziel im Mittelpunkt: die hausärztliche Versorgung langfristig zu sichern und den Menschen im Oberharz einen direkten gesundheitlichen Mehrwert zu bieten.
Gestartet sei das Haus zunächst mit hausärztlichem Schwerpunkt. Heute vereint das Ärztehaus verschiedene medizinische und therapeutische Angebote unter einem Dach. Dazu gehören neben der Allgemeinmedizin unter anderem Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie. Gleichzeitig engagiert sich das Haus in der Ausbildung medizinischer Fachkräfte und ist akademische Lehrpraxis der Universität geworden.
Besonders hervorgehoben wurde beim Jubiläum die enge Vernetzung innerhalb der Stadt und Region. Kooperationen mit Apotheke, Sanitätshaus, Hörakustik, Pflegeeinrichtungen sowie weiteren Partnern ermöglichen kurze Wege und eine wohnortnahe Versorgung. Auch Seniorenzentren und Pflegeheime werden durch die Ärztinnen des Hauses, Frau Auer-Scharun, Frau Folberth und Frau Witteweg mitbetreut.
Im Rahmen der Feier wurde zudem deutlich, wie sehr das Ärztehaus für viele Menschen zu einem festen Bestandteil des öffentlichen Lebens geworden ist. In Grußworten und Beiträgen wurde immer wieder der Begriff „Nähe“ betont – als Sinnbild für medizinische Versorgung, menschliche Zuwendung und gelebte Zusammenarbeit.
Wer Wege zu uns sucht, kann von Beginn an bis heute 55-mal täglich den öffentlichen Bus nutzen. Und wer Wege kombinieren möchte kann unser Café miteinander, unsere Poststelle und die Buchhandlung am Mutterhaus besuchen.
Nach zwei Jahrzehnten steht das Ärztehaus damit weiterhin für wohnortnahe Medizin, kurze Wege und ein starkes Miteinander in der Region.
Beim Tag der offenen Tür wurden Spenden in Höhe von 500,00 € gesammelt. Der Erlös kommt der Suchtberatungsstelle für Minderjährige der Diakonie-Suchthilfe Harz in Wernigerode zugute.


